Für fast alle Reisenden, die mit dem Zug in Hamburg ankommen oder von dort abfahren, ist Hamburg Hauptbahnhof die richtige Wahl. Er ist der wichtigste Bahnhof der Stadt, liegt am zentralsten und bietet mit Abstand die größte Auswahl an Fernverkehrsverbindungen. Hamburg-Altona sollten Sie nur wählen, wenn Sie einen konkreten Grund haben: ein Hotel im Westen der Stadt, die Marschbahn nach Sylt oder eine ICE-Verbindung, die dort beginnt.
Dieser Guide behandelt die vier Fernbahnhöfe, die Besucher in Hamburg realistisch buchen können: Hauptbahnhof (Hbf), Altona, Dammtor und Harburg. Nicht Hamburg, NY. S-Bahn, U-Bahn und viele Vorortstationen sind wichtig, um sich in der Stadt zu bewegen, aber sie sind nicht der Ort, an dem Sie eine Reise nach Berlin, Kopenhagen oder München beginnen.
Eine Gewohnheit lohnt sich. Wenn eine Buchungsseite nur „Hamburg“ ohne Bahnhofscode zeigt, öffnen Sie die Zugdetails und prüfen Sie den genauen Bahnhof, bevor Sie bezahlen.
Die vier nützlichen Fernbahnhöfe im Überblick
- Hamburg Hauptbahnhof (Hbf): zentral, neben der Kunsthalle in Hamburg-Mitte. Die Standardwahl für fast jede Reise.
- Hamburg-Altona: westlich des Zentrums, im Bezirk Altona. Sinnvoll für die Marschbahn nach Sylt (RE 6 und RE 60 nach Westerland), ICE-Reisen, bei denen Sie am Startbahnhof einsteigen möchten, Hotels in Altona oder Ottensen oder Ankünfte am Cruise Center Altona.
- Hamburg Dammtor: zwischen Hbf und Altona auf der Verbindungsbahn. Sinnvoll für Hotels rund um Stephansplatz, Universität Hamburg oder Planten un Blomen.
- Hamburg-Harburg: südlich der Elbe. Sinnvoll nur für Reisende, die in Harburg übernachten, oder für Verbindungen, die genau zu FlixTrain FLX 20 oder bestimmten IC- und ICE-Halten Richtung Süden passen.
Die einfache Regel: Buchen Sie den Hbf, es sei denn, einer der anderen drei Bahnhöfe passt wirklich besser zu Ihrer Reise. Wenn eine Buchungsseite nur „Hamburg“ als Stadt zeigt, öffnen Sie die Zugdetails und prüfen Sie vor dem Bezahlen, ob Ihre Abfahrt am Hbf, in Altona, Dammtor oder Harburg ist.
Hamburg Hauptbahnhof: die Standardwahl für fast jede Reise
Buchen Sie standardmäßig den Hbf. Er ist Deutschlands verkehrsreichster Bahnhof mit rund 550.000 Reisenden pro Tag und liegt zentral in Hamburg neben der Kunsthalle. Vom westlichen Ausgang sind es zu Fuß etwa 12 Minuten zum Rathaus durch Fußgängerzonen mit vielen Geschäften. Kein anderer Hamburger Bahnhof bringt Sie so nah an die historische Innenstadt.
Der Hbf ist ein Durchgangsbahnhof mit 14 Gleisen, die von Osten nach Westen nummeriert sind. Die Gleise 1 bis 4 gehören zur S-Bahn. Fernzüge wie ICE, IC, EuroCity, RegionalJet, FlixTrain, Nightjet und EuroNight nutzen die Gleise 5 bis 14. Die beiden Querstege sind der Nordsteg am nördlichen Ende der Halle und der kleinere Südsteg am südlichen Ende. Am Nordsteg gibt es Aufzüge und die Wandelhalle. Am Südsteg gibt es nur Treppen und Rolltreppen. Wenn Sie einen Koffer, einen Kinderwagen oder müde Beine haben, nehmen Sie den Nordsteg.
Eine kleine Gewohnheit spart am Hbf Zeit: Suchen Sie den Wagenstandsanzeiger, also die Zugreihungsanzeige auf dem Bahnsteig. Dort sehen Sie, in welchem Abschnitt A bis F Ihr Wagen hält. Finden Sie Ihren Abschnitt. Dann gehen Sie beim Einfahren des Zuges direkt zu den richtigen Türen, statt mit Gepäck den Bahnsteig entlangzulaufen.
Die Mischung der Verbindungen macht den Hbf in den meisten Richtungen zur einzig sinnvollen Wahl für internationale Züge. EuroCity nach Kopenhagen, RegionalJet 27 nach Berlin, Dresden und Prag, ICE International Richtung Amsterdam, ÖBB Nightjet nach Wien und Zürich, SJ EuroNight nach Stockholm und die Snälltåget-Verbindungen nach Stockholm (saisonaler Nachtzug sowie ein neuer Tageszug ab Mai 2026) halten alle hier.
Ein paar Einrichtungen sollten Sie kennen. Schließfächer stehen auf dem Nordsteg zwischen den Geschäften; eine besetzte Gepäckaufbewahrung gibt es nicht mehr. Das DB Reisezentrum liegt in der Osthalle und ist die richtige Stelle, wenn sich ein Problem nicht in der App lösen lässt. Kostenloses Bahnhofs-WLAN im Telekom-Netz ist auf 30 Minuten begrenzt. Die DB Lounge über der Osthalle ist nur für Inhaber eines 1.-Klasse-Flexpreis-Tickets bei DB oder Railteam-Partnern zugänglich. Sie gilt nicht für Sparpreis oder Super Sparpreis, nicht für Interrail- oder Eurail-Pässe und nicht für Nightjet-Schlafwagenreisende, egal in welcher Klasse.
Hamburg-Altona: wann Sie vom Hbf wechseln sollten
Wählen Sie Altona statt Hbf nur, wenn einer dieser Punkte zutrifft.
- Ihr Hotel liegt in Altona, Ottensen oder nahe dem Cruise Center Altona.
- Sie fahren mit der Marschbahn (RE 6 oder RE 60) nach Westerland auf Sylt. Viele dieser Züge beginnen in Altona, und die Wagenabschnitte sind am Startbahnhof im Hochsommer leichter zu finden.
- Sie beginnen eine ICE-Fernreise Richtung Süden oder Osten und möchten lieber am Startbahnhof einsteigen, statt denselben Zug am Hbf zu nehmen, wenn er sich bereits füllt.
Viele ICE-Linien Richtung Süden oder Osten beginnen in Hamburg tatsächlich in Altona. Dazu gehören ICE 1 und ICE 4 ins Ruhrgebiet, nach Köln, Frankfurt und zum Flughafen Frankfurt, ICE 18 und ICE 28 nach Berlin und München, ICE 20 und ICE 43 Richtung Karlsruhe, Basel und Zürich, ICE 24 und ICE 25 nach München über Würzburg, ICE 33 nach Stralsund, ICE 42 ins Ruhrgebiet sowie RegionalJet 27 nach Berlin, Dresden und Prag. Alle halten wenige Minuten nach der Abfahrt in Altona auch am Hbf. Wenn Sie näher am Zentrum wohnen, steigen Sie einfach am Hbf ein.
Wofür Altona nicht gut geeignet ist: ein schneller Weg in die historische Innenstadt. Von Altona brauchen Sie weiterhin eine S-Bahn- oder U-Bahn-Fahrt zum Rathaus oder in die HafenCity. In Altona einzusteigen, „um einen Umstieg zu sparen“, spart selten etwas, wenn Ihr Hotel irgendwo östlich des Zentrums liegt.
Ein Hinweis für spätere Reisen: Deutsche Bahn plant, den heutigen Kopfbahnhof Altona durch einen neuen Bahnhof am Diebsteich zu ersetzen, der weiterhin Hamburg-Altona heißen soll. Die Eröffnung ist derzeit für Dezember 2029 vorgesehen und wurde mehrfach verschoben. Bis dahin ist der bestehende Bahnhof an der Scheel-Plessen-Straße der Altona-Bahnhof, den Sie auf Buchungsseiten sehen.
Hamburg Dammtor und Hamburg-Harburg: zwei Spezialfälle
Hamburg Dammtor
Dammtor liegt auf der Verbindungsbahn zwischen Hbf und Altona. Die meisten Züge, die hier halten, sind dieselben Altona-Hbf-Verbindungen, die ohnehin in Ihrer Verbindung stehen, nur eine Station früher. Wenn Sie rund um Stephansplatz, Planten un Blomen, das Congress Center Hamburg oder das Universitätsviertel wohnen, ist Dammtor wirklich näher als der Hbf und ein sinnvoller Einstiegsbahnhof. Für alle anderen ist es derselbe Zug, mit weniger Einrichtungen und ohne Vorteil. Buchen Sie Dammtor für internationale Fahrkarten nur, wenn das Buchungssystem ausdrücklich zeigt, dass Ihr Zug dort hält.
Hamburg-Harburg
Harburg liegt südlich der Elbe und bedient den Stadtteil Harburg. Einige ICE- und IC-Züge Richtung Hannover und Bremen halten hier, ebenso FlixTrain FLX 20. Harburg ist nur dann ein nützlicher Einstiegsbahnhof, wenn Sie in Harburg übernachten oder Ihre Verbindung genau zu einem dieser Halte Richtung Süden passt. Aus der Hamburger Innenstadt würden Sie normalerweise mit der S3 oder S31 nach Harburg fahren, was den Zeitvorteil gegenüber einem Einstieg am Hbf meist aufhebt.
Hamburg Airport (HAM) mit dem Zug
Nehmen Sie die S-Bahn-Linie S1 vom Hbf zum Hamburg Airport (Flughafen). Die Fahrt dauert etwa 25 Minuten. Tagsüber fährt die S1 alle 10 Minuten, früh am Morgen und abends alle 20 Minuten. Die S1 hält über die Verbindungsbahn auch in Altona. Ein teures Flughafenbahn-Produkt gibt es in Hamburg nicht. Der Flughafen liegt in der HVV-Tarifzone A, daher deckt ein normales HVV-Einzelticket die ganze Fahrt ab, ohne Flughafenzuschlag.
Der wichtige Punkt ist die Zugteilung der S1 in Ohlsdorf. Der Zug verlässt den Hbf als zwei gekuppelte Einheiten mit je drei Wagen. In Ohlsdorf fahren die vorderen drei Wagen weiter zum Flughafen, die hinteren drei Richtung Poppenbüttel. Prüfen Sie am Hbf immer die Wagenstandsanzeige am Bahnsteig und steigen Sie in die vordere Hälfte ein, wenn Sie zum Abflug fahren. Der Flughafenbahnhof liegt direkt unter Terminal 1 und 2; eine kurze Rolltreppe bringt Sie in die Check-in-Halle.
Internationale Züge ab Hamburg
Hamburg Hbf ist der praktische Knotenpunkt für internationale Reisen. Die meisten internationalen Züge beginnen entweder in Altona und halten wenige Minuten später am Hbf, oder sie fahren direkt durch den Hbf, ohne bis Altona zu fahren. Behandeln Sie den Hbf als Ihren Standardbahnhof für internationale Fahrten und wechseln Sie nur nach Altona, wenn Ihr Hotel bereits im Westen der Stadt liegt.
Kopenhagen und Dänemark
DB und DSB fahren den EuroCity ECE 75 von Hamburg Hbf nach Kopenhagen über Padborg, Kolding, Odense und Ringsted. Die typische Fahrzeit liegt bei etwa 4 Stunden 30 Minuten bis 5 Stunden, und genaue Route und Fahrzeit können sich während der Bauarbeiten auf den Korridoren Storebælt und Fehmarnbelt verschieben. Prüfen Sie int.bahn.de oder dsb.dk für Ihr konkretes Datum, bevor Sie buchen. Reservierungen sind im EuroCity optional, an Sommerwochenenden aber sehr sinnvoll.
Amsterdam und die Niederlande
ICE International fährt von Hamburg Hbf nach Amsterdam Centraal über Bremen und Osnabrück in etwa 5 Stunden. Es gibt nur wenige Verbindungen pro Tag, planen Sie also nach Fahrplan statt einfach zum Bahnhof zu gehen. Passinhaber brauchen keine Reservierung, aber an den stärksten Reisetagen ist ein bezahlter Sitzplatz den Aufpreis wert.
Berlin, Dresden und Prag
RegionalJet 27 (RJ 27), gemeinsam von ČD und DB betrieben, fährt von Hamburg-Altona über Hbf nach Berlin, Dresden und Prag. Es gibt etwa vier Zugpaare pro Tag, die Fahrzeit über die ganze Strecke liegt bei rund 7 Stunden. Reservierungen sind optional, werden aber stark genutzt.
Mit dem Zug nach Stockholm
Von Hamburg nach Stockholm über Dänemark und Südschweden gibt es drei Möglichkeiten, die von unterschiedlichen Unternehmen und mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen betrieben werden. Alle drei halten in Hamburg Hauptbahnhof, nicht in Altona.
- Der SJ EuroNight von Berlin über Hbf nach Kopenhagen Flughafen, Malmö und Stockholm fährt ganzjährig. Reservierungen sind verpflichtend: Sitzplatz, Liegewagen oder Schlafwagenplatz zusätzlich zu jedem Bahnpass. Schlafwagenkategorien sind an Freitags- und Sonntagsabfahrten sowie im Sommer am frühesten ausgebucht. Fahrpreise gibt es bei DB und SJ in EUR.
- Snälltåget fährt zwischen etwa April und September sowie an ausgewählten Terminen im restlichen Jahr einen saisonalen Nachtzug von Berlin nach Stockholm mit Halt in Hamburg Hbf über Kopenhagen. Reservierungen sind verpflichtend und werden auf snalltaget.se in SEK verkauft. Schlafwagenplätze und Liegewagen (liggvagn) sind zuerst ausgebucht; Sitzplätze sind am günstigsten, aber die Nacht ist lang.
- Ab Mai 2026 fährt Snälltåget außerdem täglich tagsüber zwischen Stockholm und Hamburg Hbf über Kopenhagen, mit einer typischen Abfahrt in Stockholm am späten Vormittag. Tickets werden auf snalltaget.se in SEK verkauft. Reservierungen sind verpflichtend.
Wien, Innsbruck, Zürich und Basel mit dem Nightjet
ÖBB Nightjet betreibt zwei relevante Nachtzugverbindungen ab Hamburg Hbf. Eine fährt abends los, wird in Nürnberg geteilt und erreicht am nächsten Morgen mit einem Zugteil München und Innsbruck und mit dem anderen Linz und Wien. Die andere fährt von Hamburg über Bremen, Karlsruhe und Basel nach Zürich. Reservierungen im Nightjet sind für alle Reisenden verpflichtend, mit oder ohne Bahnpass, und Schlafkategorien (Liegewagen, Schlafwagen, Deluxe-Schlafwagen) sind auf beliebten Nächten vor den Sitzplätzen ausgebucht. Buchen Sie auf nightjet.com oder oebb.at, sobald Ihre Daten feststehen.
Tickets, Fahrpreise und Reservierungen mit Bahnpass
Reservierungen in DB-Fernzügen (ICE, IC, EC) sind optional. Sie können mit jeder gültigen Fahrkarte ohne Reservierung einsteigen. Sinnvoll sind sie auf stark nachgefragten Strecken wie Hbf nach Berlin an einem Sonntagabend oder Hbf nach München im Sommer. Nachtzüge sind anders. Nightjet, EuroNight und Snälltåget verlangen alle eine Reservierung zusätzlich zu jedem Pass oder Ticket.
Die zwei wichtigsten DB-Fahrkartenarten verhalten sich sehr unterschiedlich. Sparpreis ist das günstigste Frühbucherticket, an einen bestimmten Zug gebunden und nur eingeschränkt erstattbar. Flexpreis ist ein voll flexibler Tarif, gültig in der jeweiligen Klasse am gewählten Tag, und deutlich teurer. Wenn sich Ihre Pläne ändern könnten, kaufen Sie Flexpreis. Wenn Ihre Daten und Züge feststehen, kaufen Sie Sparpreis frühzeitig.
Für Inhaber von Interrail- und Eurail-Pässen benötigen ICE, IC und EC keine Reservierung. Eine bezahlte optionale Reservierung lohnt sich an Freitagnachmittagen, Sonntagabenden, Sommersamstagen und immer dann, wenn Sie wirklich zusammensitzen müssen. Die DB Lounge ist nicht Teil des Passes: Sie brauchen ein 1.-Klasse-Flexpreis-Ticket oder eine Railteam-Partnerkarte wie Eurostar Carte Blanche.
FlixTrain (FLX 20 und FLX 35) ist ein eigener Betreiber mit eigenen Tickets, nicht bei Interrail oder Eurail enthalten und nicht im DB-System erstattbar. Buchen Sie direkt bei FlixTrain. Innerhalb Hamburgs nutzen S-Bahn (einschließlich S1 zum Flughafen), U-Bahn und Busse den integrierten HVV-Tarif, der über hvv.de und die HVV-App verkauft wird. Ein HVV-Einzelticket deckt die S-Bahn-Fahrt zum Flughafen ohne Zuschlag ab.
Bevor Sie bezahlen, öffnen Sie die Zugdetails auf int.bahn.de oder Ihrer Buchungsseite und prüfen Sie drei Dinge: den genauen Bahnhof in Hamburg, die Wagenklasse und den Reservierungsstatus, falls es ein Nachtzug ist.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Hauptbahnhof in Hamburg?
Hamburg Hauptbahnhof (Hbf) ist der wichtigste Bahnhof und für fast jede Reise die richtige Standardwahl. Er ist Deutschlands verkehrsreichster Bahnhof mit rund 550.000 Reisenden pro Tag und liegt zentral in Hamburg neben der Kunsthalle. Am Hbf halten ICE, IC, EuroCity, RegionalJet, FlixTrain, ÖBB Nightjet und SJ EuroNight sowie Snälltåget nach Stockholm. Wählen Sie einen anderen Hamburger Bahnhof nur, wenn Ihr Hotel, die Marschbahn nach Sylt oder ein bestimmter in Altona beginnender ICE ihn wirklich sinnvoller macht.
Was bedeutet Hbf?
Hbf ist die übliche deutsche Abkürzung für Hauptbahnhof. Wenn eine Buchung „Hamburg Hbf“ zeigt, ist damit Hamburg Hauptbahnhof gemeint, der zentrale Fernbahnhof in Hamburg-Mitte. Wenn eine Buchung nur „Hamburg“ ohne Hbf, Altona, Dammtor oder Harburg anzeigt, öffnen Sie die Zugdetails und prüfen Sie vor dem Bezahlen den genauen Bahnhof.
Hamburg Hbf oder Hamburg-Altona: welchen Bahnhof sollte ich nutzen?
Nutzen Sie standardmäßig den Hbf. Er liegt zentraler und hat das breiteste internationale Netz. Wählen Sie Altona nur mit einem konkreten Grund: ein Hotel in Altona oder Ottensen, eine Ankunft am Cruise Center Altona, die Marschbahn (RE 6 oder RE 60) nach Westerland auf Sylt oder ein Fernverkehrs-ICE, der in Altona beginnt und bei dem Sie lieber am Startbahnhof einsteigen als erst am Hbf. Die meisten ICE-Linien, die in Altona starten, halten wenige Minuten später auch am Hbf.
Wie komme ich mit dem Zug von Hamburg Hbf zum Flughafen Hamburg?
Nehmen Sie die S-Bahn-Linie S1 von Hamburg Hbf zum Hamburg Airport (Flughafen). Die Fahrt dauert etwa 25 Minuten. Tagsüber fahren die Züge alle 10 Minuten, früh am Morgen und spät am Abend alle 20 Minuten. Der Flughafen liegt in der HVV-Tarifzone A, daher deckt ein normales HVV-Einzelticket die ganze Fahrt ohne Flughafenzuschlag ab. In Ohlsdorf wird die S1 geteilt: Die vorderen drei Wagen fahren weiter zum Flughafen, die hinteren drei nach Poppenbüttel. Steigen Sie also in die vordere Hälfte ein, wenn Sie zum Abflug fahren.
Welchen Hamburger Bahnhof sollte ich für die Sylt-Marschbahn nach Westerland nutzen?
Nutzen Sie Hamburg-Altona. Die Marschbahn-Züge RE 6 und RE 60 nach Westerland auf Sylt fahren ab Altona. Viele dieser Züge beginnen dort, wodurch die Wagenabschnitte am Startbahnhof im Hochsommer leichter zu finden sind. Wenn Sie aus der Hamburger Innenstadt kommen, fahren Sie mit S-Bahn oder U-Bahn nach Altona und steigen dort ein.
Gibt es Gepäckaufbewahrung am Hamburg Hbf?
Ja. Schließfächer befinden sich auf dem Nordsteg zwischen den Geschäften. Eine besetzte Gepäckaufbewahrung gibt es nicht mehr, daher sind die Schließfächer die einzige Option. Wenn Sie schweres Gepäck haben, nutzen Sie den Nordsteg statt des Südstegs, denn dort gibt es Aufzüge.
Brauche ich in ICE-Zügen ab Hamburg eine Sitzplatzreservierung?
Nein. Reservierungen in DB-Fernzügen (ICE, IC, EC) sind optional. Sie können mit jeder gültigen Fahrkarte ohne Reservierung einsteigen. Eine bezahlte Reservierung ist auf stark nachgefragten Strecken sinnvoll, etwa Hbf nach Berlin an einem Sonntagabend oder Hbf nach München im Sommer. Inhaber von Interrail- und Eurail-Pässen buchen oft an Freitagnachmittagen, Sonntagabenden und Sommersamstagen einen Sitzplatz. Nachtzüge sind anders: Nightjet, SJ EuroNight und Snälltåget verlangen alle eine Reservierung zusätzlich zu jedem Pass oder Ticket.
Welchen Hamburger Bahnhof nutzen Nachtzüge nach Stockholm und Wien?
Alle drei Stockholm-Optionen (SJ EuroNight ganzjährig, Snälltåget-Saisonnachtzug und der neue Snälltåget-Tageszug ab Mai 2026) halten in Hamburg Hauptbahnhof, nicht in Altona. Auch ÖBB Nightjet nach München, Innsbruck, Linz und Wien fährt ab Hbf, ebenso der zweite Nightjet über Bremen, Karlsruhe und Basel nach Zürich. Reservierungen sind in allen diesen Zügen für alle Reisenden verpflichtend, und Schlafwagenplätze sind auf beliebten Nächten vor Sitzplätzen ausgebucht.